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Babyboomer-Immobilien: Wann der Generationenwechsel den Markt bewegt

Babyboomer-Immobilien: Wann der Generationenwechsel den Markt bewegt
26.08.2026

Die sogenannte Babyboomer-Generation, die in Deutschland vor allem die geburtenstarken Jahrgänge von Mitte der 1950er- bis Ende der 1960er-Jahre umfasst, prägt den deutschen Immobilienmarkt seit Jahrzehnten. Viele Angehörige dieser Generation haben Wohneigentum geschaffen oder erworben und leben bis heute darin.

Eine plötzliche Welle von Verkaufsangeboten ist aktuell nicht zu erwarten. Vielmehr beginnt ein langfristiger Eigentümerwechsel, der sich über viele Jahre erstrecken und je nach Region, Lage und Zustand der Immobilie sehr unterschiedlich auswirken wird.

Der demografische Wandel hat bereits begonnen

Die Babyboomer-Generation befindet sich derzeit mitten im Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand. Nach der aktuellen Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamts wird im Jahr 2035 bereits rund ein Viertel der Bevölkerung in Deutschland 67 Jahre oder älter sein. Bis 2038 steigt die Zahl der Menschen im Rentenalter voraussichtlich von 16,7 Millionen im Jahr 2024 auf 20,5 bis 21,3 Millionen.

Damit verändern sich auch die Anforderungen an das Wohnen. Für einen Teil der Eigentümerinnen und Eigentümer werden Themen wie Barrierefreiheit, eine zentralere Lage oder die Nähe zur Familie wichtiger. Andere bleiben im vertrauten Zuhause. Wieder andere übergeben ihre Immobilie innerhalb der Familie, vermieten sie weiter oder bereiten Verkauf und Nachfolge rechtzeitig vor.

Wann werden Babyboomer-Immobilien den Markt beeinflussen?

Der Generationenwechsel wirkt bereits heute, wird den Markt aber voraussichtlich nicht plötzlich verändern. In den kommenden Jahren können altersbedingte Umzüge, Verkäufe und Schenkungen zunehmen. Ein stärkerer Übergang von Häusern und Wohnungen an neue Eigentümerinnen und Eigentümer wird jedoch eher ab der zweiten Hälfte der 2030er-Jahre und insbesondere in den 2040er-Jahren erwartet.

Das bedeutet: Von einer einheitlichen „Verkaufswelle“ kann keine Rede sein. Immobilien wechseln nicht ausschließlich durch Verkauf den Besitzer. Sie werden vererbt, innerhalb der Familie übernommen, modernisiert, vermietet oder weiterhin selbst genutzt. Wie viele Objekte dann tatsächlich auf den Markt kommen, hängt daher vor allem von persönlichen Entscheidungen ab.

Lage und Zustand werden noch wichtiger

Für Käuferinnen und Käufer könnte der Generationenwechsel in einigen Teilmärkten zu einer größeren Auswahl an Bestandsimmobilien führen. Besonders gefragt bleiben dabei Objekte in guten, gut angebundenen Lagen mit überzeugender Infrastruktur und einem zeitgemäßen Wohnwert.

Gleichzeitig wird der Zustand einer Immobilie stärker in den Fokus rücken. Bei älteren Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen spielen der energetische Standard, mögliche Modernisierungen, die Grundrissqualität und die laufenden Kosten eine vielleicht noch größere Rolle als heute. Ein attraktiver Kaufpreis allein reicht nicht aus, wenn hohe Investitionen in Heizung, Dach, Fenster oder Dämmung erforderlich werden.

Der deutsche Wohnimmobilienmarkt entwickelt sich regional unterschiedlich. Nach Einschätzung der BaFin hat sich der Markt für Wohnimmobilien weiter stabilisiert; nach den vorangegangenen Rückgängen zeigten die Preise seit etwa einem Jahr eine moderate Aufwärtstendenz. Für München und die Region bleibt dennoch entscheidend, die konkrete Lage, den Zustand und den Modernisierungsbedarf einer Immobilie individuell zu bewerten.

Was bedeutet das für Eigentümer und Käufer?

Für Eigentümerinnen und Eigentümer kann es sinnvoll sein, die eigene Immobilie und die persönlichen Wohnwünsche frühzeitig einzuordnen. Eine Marktwerteinschätzung, ein Blick auf den Modernisierungsbedarf und ein rechtzeitiges Gespräch über Verkauf, Vermietung oder familiäre Nachfolge schaffen Handlungsspielraum.

Kaufinteressierte profitieren vor allem davon, genau hinzusehen: Passt die Lage auch langfristig? Welche Maßnahmen stehen an? Wie realistisch lassen sich Kaufpreis, Modernisierung und laufende Kosten kalkulieren? Auf einen plötzlichen Markteinbruch allein zu warten, ist dabei keine verlässliche Strategie. Der Generationenwechsel wird voraussichtlich über viele Jahre erfolgen und sich je nach Lage, Nachfrage und Zustand der Immobilie unterschiedlich auswirken. Wer eine passende Immobilie findet und sie solide finanzieren kann, sollte deshalb weniger in die Glaskugel der pauschalen Markterwartungen schauen als auf die Qualität des einzelnen Objekts und die eigene langfristige Planung.

Die Immobilienberaterinnen und -berater der SIS-Sparkassen-Immobilien-Service GmbH begleiten Eigentümerinnen, Eigentümer sowie Kaufinteressierte mit fundierter Münchner Marktkenntnis. Wir helfen dabei, Chancen und Anforderungen einer Immobilie realistisch einzuordnen und die nächsten Schritte gut vorbereitet zu planen.

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